Island, eine coole Insel

island_rastlos.com

Wenn am Mittwoch, 12. Oktober 2011, mit der Frankfurter Buchmesse die größte Buchmesse der Welt eröffnet wird, steht mit dem Gastland Island ein besonderes Land im Mittelpunkt. Denn jeder vierte Isländer schreibt in seinem Leben ein Buch, was sehr weltrekordverdächtig ist.

Mal zu Beginn im Stil eines Erdkunde-Lehrers ein kleines Brainstorming gefällig? Diese Antworten können erwartet werden: Insel im nördlichen Atlantik, Nähe des Polarkreises, Hauptstadt Reykvavik, Björk, Vulkane, Vulkanasche – Flugverbote, unaussprechliche Begriffe, Geysire, heiß und kalt, Islandpony, dünn besiedelt – und vielleicht sind noch die berühmten Island-Sagas mit ihren Trollen und Elfen oder der Finanzcrash zu erwähnen. Wenn man nach isländischer Literatur fragt, sind wohl die Island-Krimis noch am bekanntesten.

Bedenkt man, dass gerade mal 300.000 Isländer auf der Insel leben – so viele Einwohner hat zum Beispiel allein die Stadt Bonn – ist die Tatsache, dass diese Nation mit 200 neuen Büchern auf der Buchmesse vertreten ist, schon eine Sensation. Doch es gibt noch mehr Zahlen, über die wir staunen können.

1.500 Neuerscheinungen, 40 Verlage und 400 Mitglieder im Schriftstellerverband – da kann man nur sagen: cool! Dazu kommt noch, dass die Isländer jedes Jahr acht Bücher kaufen – und das ist nun mal wirklich absolute Spitze in der Welt.  Und bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass es in Island wirklich einige echt bemerkenswerte Autoren gibt. Einer von ihnen ist Hallgrimur Helgason.

Helgasons neuestes Werk mit dem Titel „Eine Frau bei 1000 Grad“ beginnt so:

Ich lebe allein in einer Garage, zusammen mit einem Laptop und einer alten Handgranate. Wir haben es wahnsinnig gemütlich.

Welch skurrile Idee, ein Buch von einer 80-jährigen Frau zu schreiben, die E-Mails hackt, um an Informationen zu gelangen. Am Ende ihres Lebens, das sie einmal bei 1000 Grad beenden wird, erzählt sie von ihrer bewegten Geschichte, die zugleich auch blitzlichtartig die Weltgeschichte der letzten Jahrzehnte widerspiegelt.

Ein anderer cooler Autor ist sicher Einar Mar Gudmundsson, der sich in seinem Werk „Am Abgrund“ mit dem Bankensystem beschäftigt, das Island in den Abgrund gestürzt hat.

Diesen Text habe ich verfasst, indem ich Informationen aus den beiden Artikeln „Island besinnt sich wieder aufs Lesen“ (dpa)  und  „Die coolsten Seiten Irlands“ von Britta Heidemann aus der NRZ verwendet habe.  Hier geht es zu den ausführlichen Artikeln:

http://www.schwaebische.de/home_artikel,-Island-besinnt-sich-wieder-aufs-Lesen-_arid,5139052.html

http://www.derwesten.de/kultur/literatur/Buchmesse-Die-coolsten-Seiten-Islands-id5129613.html

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieser Text von Gisela Behrendt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Advertisements

Mit Tag(s) versehen: , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: